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Tagebuch zum Brasilienaufenthalt (vonAlex):
über Alex, Christos, Oli und Sergio,
Achim, Axel und Patrick
advisory: dies ist kein
frauentagebuch. aus diesem grund ist auch nicht für jeden tag
ein eintrag zu finden, da wir uns nicht ständig gedanken über irgendwelche
kleinigkeiten machen.
ausserdem sind wir informatikstudenten und keine sprachwissenschaflter,
deswegen bitten wir gleich
darum, über irgendwelche eventuell, möglicherweise auftretenden
schreibfehler hinwegzusehen.
(sind eh alles nur tippfehler ...) Vielen Dank Für Ihr Interesse
AUSSERDEM: Falls
irgendwelche Fragen zu gewissen Wörtern, Wortkreationen oder Ähnlichem
auftreten sollten,
werden Fragen gerne von uns elektronisch beantwortet.
Monate Juli-September
>>
nächster Monat >>
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30.07.02
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Abreise
– keine Kommentare und keine Bilddokumentation |
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31.07.02 |
Nach langen 12 Stunden für Christos und
Sergio (meiner einer hat geschlafen) Ankunft in Rio de Janeiro.
Alle Koffer kommen an, auch der von Sergio. Nur mag dessen Koffer einfach
nicht mehr seine Klappe halten. Erst als der Mann mit der Klebebandrolle
anrückt, bleibt der Kofferdeckel zu. Weiterflug nach Curitiba, wo Herr
Arndt uns mit fremdem Auto abholen will. Aber ein fremdes Auto will erst
einmal wieder gefunden werden auf großen Airport-Parkplätzen. Jedenfalls
waren wir dann bereits um 10 Uhr Ortszeit, was 5 Stunden hinter der
deutschen Zeit liegt, an unserem „Kings Apart Hotel“ angekommen. Der
„King“ war aber ganz offensichtlich schon lange nicht mehr in dieser
Absteige zu gegen. Deswegen haben wir uns dann gaaaaanz schnell wieder auf
den Weg gemacht, um erst einmal ein paar € in R$ zu wechseln. Zu Mittag
hatten wir dann unsern Prof. Dr. Arndt gegen unseren vierten
WG Mitbewohner eingetauscht uns sind mit ihm essen gegangen. Oli, der
nachdem er schon 2 Tage erfahrener in Curitiba war, führte uns zielstrebig
in das günstigste Restaurant, in welchem wir je zugegen waren. R$ 1,90 für
ein Mittagessen mit Nudeln, Fisch, Bohnen, Salat, Süßkartoffeln und was
man sonst noch wollte. Und es hat sogar gemundet. Dann haben wir uns,
frisch gestärkt, wieder mit Herrn Arndt zu einem Makler begeben, mit dem
wir uns den Mittag über auf Wohnungssuche machten.
MOMENT: Es fehlt ja
noch ein Teil. Das NachHauseTelefonieren. Wir wollten unseren Liebsten,
aber zu Hause gebliebenen, natürlich darüber informieren, dass wir gut
angekommen waren. Nachdem wir je eine Telefonkarte erstanden hatten,
wagten wir uns auch an das erste curitibanische Telefon. Nachdem es
geklärt war, dass man nach der 00 auch noch die Nummer für einen Provider
wählen muss, dem dann die 49 für Deutschland folgt, durfte ich als erster
mein Glück probieren. Dieses blieb mir jedoch verwährt, da meine
Telefonkarte zwar von 30 bis auf 27 Einheiten runterzählte. In diesen 10
Sekunden hatte ich auch schon meine ersten Worte an meine Mutter
übermittelt. Doch anschließend weigerte sich meine Karte, weitere
Einheiten von sich abbuchen zu lassen. Also führten Christos und Sergio
erst einmal ihre Gespräche. Mit den verbleibenden 7 Einheiten von Christos
machte ich dann noch einen weiteren Versuch der Kontaktaufnahme.
„tuuuut-tuuut-tuuuut_Hallo?_Hi mom.Sind gut angekommen.Swantje sagen,dass
sie den Brief abschicken soll.Melde mich wieder_klick“.
Meine Güte, nun gebe ich doch wirklich den SMS-Stil verbal wieder.
Aber
nun wieder zurück zur Wohnung. Nachdem wir einen Mittag lang, in 4 Gebäuden
ca. 8 Wohnungen besichtigt hatten, entschieden wir uns einfach für die
Erste. Die Wohnung wird für uns komplett möbliert mit TV, Herd,
Kühlschrank, Waschmaschine, Matratzen und Möbeln. Nach Vertragsabschluss
war es dann wieder einmal an der Zeit nach Hause in unser gemütliches
Hotel zu gehen. Sanftem Schlaf hingegeben wurden wir von einem
aufdringlichen AnDieTuereKlopfen geweckt. Oli war wieder zu uns gestoßen
und nach einem SektAnstossen war es eindeutig wieder an der Zeit, hungrige
Mäuler zu stopfen. Ein anderer Imbissladen mit anderem essen und auch
anderen Preisen. Die scharfen Augen und Ohren des Besitzers machten doch
sogleich aus, dass wir deutsche waren. Daraufhin musste er uns natürlich
gleich von seinen beiden Töchtern erzählen, welche sich in Europa
aufhielten und dort im teuren Deutschland für 300 U$ Schuhe kaufen. Wir
wollten den netten Herrn natürlich nicht enttäuschen und ließen ihn in dem
Glauben, dass man bei uns in einem normalen Schuhladen immer so viel Geld
für ein paar Schuhe liegen lassen muss. Und nicht, dass seine liebe
Tochter ihm wohl einfach etwas mehr Geld aus der Tasche ziehen will.
Das war dann auch schon unser erster Tag in Curitiba. Die Stadt die uns
zwar mit 15 °C empfing, aber uns dann doch immer wieder mit neuem frischen
Wasser von oben versorgte.
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01.08.02 |
Frisch ausgeruht verlassen wir schnell
unser Hotel, um unser Gepäck in Oli’s derzeitiger Residenz unter zu
bringen. Jedoch entschieden wir uns dann doch lieber dazu, die
Koffer direkt bis zu unserem neuen Apartment zu bringen. Diese neue
Strategie ersparte uns eine Querstraßenlänge hin und eine zurück.
Dennoch war unsere Wegstrecke in etwa um die 1,2 km, welche wir
unsere 24-30 kg Gepäck die Straße entlang „bewegten“. Ach ja – es
ging berg auf. Irgendwann kamen wir am Paul Klee Hochhaus an.
Avenida
Silva Jardim 1514. Unser neues zu Hause. Kurz die Koffer abgestellt,
war nun doch die OliResidenz unser nächster Waypoint. Wir konnten ja
den netten Bayer nicht so lange alleine lassen, wo er doch
sehnsüchtig unsere Gesellschaft erwartete.
Genau, nun folgt einmal das Rezept „Curitiba WG – 1514 Paul Klee“:
Man nehme einen Griechen, heute um die 27, braune Augen, schwarze
Haare. Diesen stecke man an eine FH in Konstanz und lasse ihn erst
einmal gemeinsam mit einem Portugiesen, heute 24, braune Augen,
schwarze Haare, ein paar Jahre studieren. Nachdem die beiden gut
durchstudiert sind, gebe man einen Schwaben hinzu, welcher zunächst
einmal etwas in E-Technik eingelegt war und dann mit TI verfeinert
wurde. Er sollte etwa 25 Jahre und gut abgehangen sein. Um das Ganze
nun noch abzurunden, suche man gründlich nach einem 26-jährigen
Bayer, ebenfalls „n’ gschdutierte“, alternativ zum Rest dann aus SE
Züchtung, blond und blauäugig.
Fertig ist das Paul Klee Zimmer 203 Rezept. Für
Verfeinerungsvorschläge sind wir natürlich immer wieder unter
stumppi@fh-konstanz.de zu erreichen.
Das Wetter, welches noch immer
recht einseitig war, bestand zu 100% aus Regen. Dadurch kühlte die
Luft im Laufe des Tages noch weiter ab wodurch wir dann irgendwann
einmal bei 10°C gelandet waren. Nachdem sich Oli zu seiner ersten
Werksbesichtigung von SIEMENS aufmachte, machte der Rest des [WGC]lan’s
(gesprochen: wegehh~khlans) die ersten wichtigen Einkäufe. Dicke
Bettdecken.
!!! Hinweis : Für alle die einmal
nach Brasilien reisen wollen. Gebäude dieses Landes haben keine
Heizungen. !!!
Nachdem also Bettdecke, Kopfkissen und Bezüge erstanden und
aufgeräumt waren, machten wir einen weiteren versuch der
Kontaktaufnahme mit Deutschland. Gewieft wie Studenten eben so sind
(oder auch sein sollten), sollte uns dieses mal die
PC-Internetverbindung eines Internet-Cafes weiterhelfen, nachdem ja
das Telefonieren keinen Sinn machte. Doch blieb uns auch dieses mal
das Vergnügen verwehrt, den Informationsfluss nach Hause mal so
richtig sprudeln zu lassen. Und wer war schuld? DIE FH-KONSTANZ mit
den ach so fähigen RZ-ADMINS. Alle möglichen Verbindungswege ins
FH-Netz und somit an unsere heiligen E-mail Konten, waren lahm
gelegt. Danke lieber Bastard Operator from Hell. (hier: FH/RZ Admin)
So enttäuscht fällt mir nun auch nichts weiteres zu diesem Tag mehr
ein.
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02.08.02 |
Nun weiß ich doch wieder etwas zum
Abend des Vortags. Wir hatten zwar mittlerweile unsere Matratzen auf
den Betten, dafür aber sonst keine weiteren Möbel oder ähnliches
erhalten. Auch ließen uns die vom E-Werk erst einmal im Dunkeln
sitzen. Ganz ohne Strom. Dafür versüßten uns dann Kerzen und
billigster Whiskey-Cola den Abend. Ein Laptop spielte noch leise im
Hintergrund sanfte Musik, bis wir dann irgendwann alle leise, still
und heimlich in unseren Betten verschwanden. Gute Nacht.
Aber nun wieder zum 02.08. Früh morgens, also um 9 Uhr, wurden wir
von Herrn Arndt, welchen ich nun
nur noch „Arni“ nennen werde (tipptechnische Erleichterung), zur
Werksbesichtigung von VW/Audi abgeholt.
Oli, welcher ja ein SIEMENSianer werden möchte, durfte nicht
mitkommen. Dafür gab er sich wieder einmal
mehr seinen R$ 27,- Sprachlernstunden hin.
Nach etwa einer 30minütigen Autofahrt in Arni’s VW GOL – ohne F,
kamen wir am VW/Audi-Werk an.
Meinem Vater zu liebe, werde ich dieses Werk in Zukunft nur noch
Audi-Werk nennen. Schließlich ist er seit
Jahrzehnten eingefleischter Audi-Fahrer.
Das Werk war zu unserer Überraschung sehr großräumig gebaut. Hier
war nicht alles so dicht gepackt, wie beispielsweise im Mercedeswerk
in Untertürkheim.
Eigentlich hätte das ganze Unterfangen ja
nur bis etwa zum Mittag dauern sollen,doch waren wir dann doch noch so lange im Werk beschäftigt, dass
unser zweites Tagesziel gestrichen
werden musste: die PUCi, also unser erster UNI-Besuch. Nachdem wir
dann aber wieder zurück in Curitiba
waren, machten wir endlich wieder eines der „Ich kenn da einen, der
kann da was für Euch machen“
Geschäfte. Dieses mal nicht wegen einem Apartment, sondern wegen dem
Geldtransfer von Deutschland
nach Brasilien. Der Bänker van Baer oder so, erläuterte uns kurz die
Funktionsweise dieser Geldgeschäfte und
schon notierten wir uns auch seine Kontonummer. Auf ein frohes
Devisentauschen – PROST.
Als wir dann wieder zu Hause waren, hatten wir endlich Energia.
Dafür aber nach wie vor keine Möbel. Aber
da, was ist das ?! In unserer Küche thronte ein riesiger Kühlschrank
und ein kleiner niedlicher Gasherd. Die
Waschmaschine stand auch im Waschraum bereit. Jippiiiee. Schon fast
ein richtiger Haushalt. Aber um dies
noch zu komplettieren, machten wir uns doch sogleich wieder auf
durch den Regen, um noch ein paar weitere
Haushaltshelferlein zu erstehen. Der Tag war schon wieder vorbei,
die nächste Nacht überkam uns und ein
jeder von uns spürte wieder einmal mehr Muskelpartien, von denen er
schon lange nichts mehr wusste. Wir
werden dann wohl nie wieder ins Fitness gehen, wenn Einkaufen doch
auch so schweißtreibend sein kann.
Sweet dreams.
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09.08.02 |
Tja,
heute haben wir auf einmal den 09.08. Da muss irgendjemand etwas
schreibfaul gewesen sein. *gg* Oder vielleicht liegt es
dann doch daran, dass Christos, Sergio und ich mittlerweile jeden Tag um
06:00 Uhr aufstehen und uns dann auf den Weg zur Arbeit machen. Zurück
kommen wir immer erst zwischen 18.15 und 18.30 Uhr. Sind eben wirklich
fleißige, arbeitsame, nette, junge, dynamische Studenten. Und wer es nicht
glauben will, der darf gerne einmal versuchen zu Audi in die Firma zu
kommen, um unseren Fleiß zu überprüfen. Wir haben trotz Anmeldung an
unserem ersten Arbeitstag immer noch 1 ¼ Stunden benötigt, um unsere Füße
über die „Firmengrenze“ zu bewegen. Gestern Abend waren wir übrigens im
Bagdad Cafe und haben mehr oder weniger die orientalischen Hüftbewegungen
junger Bauchtänzerinnen bewundert. Allerdings waren das Publikum und meine
Shisha wesentlich interessanter als die tanzenden Meninas.
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14.08.02 |
Und schon wieder sind einige Tage
vergangen, ohne dass ich mich mit dem lieben Tagebuch hätte
beschäftigen können. Seit unserer Ankunft in Curitiba ist das
Audi-Team (Christos, Sergio und Alex) ständig
damit beschäftigt, allen Terminen nachzukommen um Ausweise,
Studipass und Aufenthaltsgenehmigung zu
erhalten. Doch leider werden unsere Bemühungen, alles zügig und ordentlich zu erledigen, nicht mit
entsprechendem Team-Play erwidert. Der Herr von der Werkssicherheit
taucht gar nicht auf. Die Damen aus
der PUCi, wollen uns eh erst wieder an einem anderen Tag sehen, um
dann genau eine Kopie von unseren
Ausweisen zu machen. Und Tatiana’s (aus der Abteilung Human
Ressources --- kein weiterer Kommentar nötig…) Informationsfluss von
wegen SEND/RECIEVE kommt auch nur sehr
selten zu Stande. Alles in allem
sind nun schon 2 Wochen vorüber und es ist bei weitem noch nicht
alles erledigt.
So eine 42-Stunden Arbeitswoche hat es übrigens ganz schön in sich.
Das Audi-Team freut sich mittlerweile
über jede Minute Schlaf. Aber auch Oli, welcher sich nach wie vor
nur mit Portugiesisch beschäftigt, ist genau
so früh im Bett, wie wir anderen auch.
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31.08.02 |
Jetzt sind, wie man sehen kann, schon
wieder einige Tage vergangen. Und was kann ich denn über diese Zeit
denn nur mitteilen, was auch interessant für die lieben Leser sein
könnte. Zunächst einmal etwas zu unseren Diplomarbeiten.
Wir haben uns mittlerweile bei Audi behauptet und bereits einen
Anschluss ans Intranet erhalten. Wenn alles gut geht, dann sollten
wir sogar noch bis in etwa 2 Wochen ein Zugang zum Internet
bekommen. Allerdings muss dazu unser Antrag von 4 Personen
unterschrieben werden, die einerseits derzeit in Urlaub sind und
andererseits in Sao Paulo sitzen. Also zeige ich mich
vorsichtshalber doch erst einmal recht skeptisch den 2 Wochen
gegenüber. Falls es aber klappen sollte, dann wird der Fortschritt
bei unseren Arbeiten zügig voran gehen. Was wir im Moment leisten,
wäre für deutsche Verhältnisse sicherlich in keiner Firma
akzeptabel. Hier jedoch, gehören wir garantiert zu den Fleißigsten.
:o)
Unsere Wohnung haben wir immer noch nicht richtig gemütlich
eingerichtet. Bilder und Poster sind hier wirklich nicht einfach
aufzutreiben. Vielleicht sollten wir dann doch einmal eines der
netten KAISER-Bier-Werbeplakate entwenden und bei uns an die kahle
Wand heften. Die Werbeplakate von Kaiser sind wesentlich besser, als
das Bier selbst. Was man hier einigermaßen trinken kann, sind SKOL,
Antarctica und Bohemian. Der Caipi läuft sowieso problemlos die
Kehle hinunter. Hier verwendet man schließlich auch weißen Zucker,
nur 3-4 Eiswürfel und besten Cachaca. Heute Abend ist die
Abschiedsparty von Christoph, einem Kollegen aus KN, der in Curitiba
seine Diplomarbeit hinter sich gebracht hat. Wir sollten uns dafür
endlich mal in Schale werfen, aber eigentlich verkrümeln wir uns
dann doch alle noch einmal eine Runde ins Bett. Gestern Abend war es
im Crossroads so weit ich mich noch erinnere ganz eindeutig Feucht
und Fröhlich. Spät - ja das auch. |
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24.09.02 |
Liebes Tagebuch.... #grins#
Also, wir haben die Sternzeit IRGENDWAS, Logbucheintrag des
Captains. Sind durch einen Ionensturm geraten, mussten schwere
Verluste hinnehmen. Oli ist immer noch nicht in der Lage, sein
Geschirr selbstständig sauber zu machen. Christos und Sergio sind
beide mächtig erkältet. Und meiner einer träumt immer noch von den
ersten Kitesurf-Versuchen. "Captain, Captain - ein uns unbekanntes
Objekt auf dem Bildschirm" - "Is scho recht Chekov - des is bloß der
neue Bildschirmschoner" (hier kommt dann eines Tages noch ein Link
hin, wenn wir genügend Bilder zusammen haben, um nen schönen
Bildschirmschoner draus zu machen)
OK - unser Ionensturm waren dann doch
wieder einmal nur kalte und teilweise regnerische Tage. Aber
erwischt hat es unsere Südländer schon. Da lass ich mich dann lieber
weiterhin als verrückten Deutschen bezeichnen, wenn ich wieder
einmal bei 10°C im T-Shirt morgens bei der Arbeit stehe - Hauptsache
ich bleibe Abgehärtet und Gesund. ("Dran-drauf-drüber" - fällt mir
dazu nur noch ein mit Gruß an Lutz und Christopher)
Vergangenes Wochenende waren Christos, Sergio und ich im Park. Bei
gutem Wetter kann einem Curitiba also auch an den Wochenenden
gefallen. Muss ich mich also doch nicht all zu sehr darüber
aufregen, dass ich meinen Kite immer noch nicht am Strand
ausprobieren konnte. Schließlich geht es ja am kommenden Wochenende
garantiert auf die "Ilha do Mel". Da werd ich dann mal mit meinem
WIPIKA Classic über den Strand rushen. Außerdem kommt mir gerade der
Gedanke, dass diese Seite hier schon zu lange ist und scrollen nicht
allen Menschen Spaß macht. Also werde ich von nun ab für jeden Monat
eine neue Seite machen. Vielleicht ergibt sich daraus dann auch der
Anreiz, mehr zu Schreiben, dass die Monatsseiten auch gefüllt sind. |
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30.09.02 |
Endlich, endlich. Wir waren
vergangenes Wochenende nicht in Curitiba. Ätsch!!! Nein wir waren
zum ersten Mal, aber sicher nicht zum letzten Mal, auf der "Ilha do
Mel". Egon, ein Mitarbeiter von Audi, hat sich dem Audi-Team
angenommen und ist mit uns am Samstag Morgen dort hin gerast. Gerast
ist eindeutig der richtige Ausdruck. Ich bin nur leider noch nicht
dazu gekommen, nachzufragen, ob man in Brasilien wirklich auch
rechts überholen darf. Wenn ja, dann wundert es mich eigentlich,
dass Barrichello nicht die Formel 1 dominiert #gg#.
Auf der Insel war es einfach klasse. Zunächst einmal muss man mit
einem kleinen Fährschiff von "Pontal do Sol" aus, auf die Ilha
übersetzen. Dort angekommen läuft man am besten Barfuss über den,
traumhaft weißen wie auch weichen, Sandstrand über die Insel und
sucht sich eine gemütliche Pousada aus. Wir entschieden uns für die
Pousadinha, welche vom Inselhafen Brasilia etwa 5 min Fußmarsch
entfernt lag. Nachdem das ganze Gepäck verstaut war, erkundeten wir
die Insel genau so lange, bis der Strand mit dem Surfcontest
gefunden war. Dort ließen wir uns dann auch sogleich nieder und
begannen mit unserer RothautMutation. Christos trägt nun seit diesem
Wochenende den Namen: "Tatonka da Taa" was soviel heißt wie "die
weiße Hand auf der roten Brust". Nachdem er friedlich eingeschlafen
war und die Hand so ganz auf seiner linken Brust ruhte, ist auch
heute noch ein wunderschöner Abdruck zu bewundern. #smile# Nach
einem wunderbar relaxten Mittag am Strand, genossen wir auch eine
sehr entspannte Nacht.
Am Sonntag, nach einem stärkenden Frühstück, vertrieben wir uns mit
einem kleinen Inselspaziergang die Zeit bis Egon, der uns am Samstag
nur abgesetzt hatte, wieder zu uns gestoßen war. Als Dank für den
Fahrdienst luden wir den Windsurfer dann aber natürlich erst einmal
zu einem Fischessen ein. Denn nur mit gutem Essen gestärkt waren
Egon und ich danach auch in der Lage,
meinen Kite
auszuprobieren. Allerdings, wie es sich schließlich für Anfänger
gehört, nur am Strand. Dafür jedoch ohne Trapez, was zur Folge
hatte, dass meine Arme nun mindestens 2 cm länger sind. :o) Aber
eines kann ich auch schon sagen, ohne dass ich auf dem Wasser war -
es macht verdammt viel Spaß mit so nem Kite. Nachdem unsere Arme
leider nicht mehr in der Lage waren, den Kite weiter an der Leine zu
halten, machte ich eine saubere Landung in Sergios ausgestreckte
Arme um den Drachen dann wieder in seine Tasche schlafen zu legen.
Da dieses Wochenende allerdings noch ein paar freie Stunden für uns
übrig hatte, beschlossen wir, den Hügel des Leuchtturms zu
besteigen. Von dort aus hat man eine wunderschöne Aussicht über
einen großen Teil der Insel. Um 17 Uhr war es dann leider auch schon
wieder Zeit, die Heimreise anzutreten. Und nach einem kurzen Stau,
kamen wir dann auch Bettreif aber dafür richtig entspannt zu Hause
an. Verspannt bin ich erst wieder seit heute, wo ich einen
angenehmen Muskelkater vom kiten genießen darf.
>> nächster Monat >> |
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